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Diagnose Depressionen - Tipps für Betroffene
Wer an einer Depression erkrankt ist, hat es nicht leicht, seinen normalen Alltag zu bewältigen. Viele wissen nicht, wie sie mit den extremen Gefühlen, die eine Depression zweifelsohne mit sich bringt, umgehen sollen. Oftmals erkennen die Betroffenen nicht selbst, dass sie an einer Depression leiden oder weigern sich, eine Behandlung gegen diese Krankheit anzunehmen. Dabei gibt es vieles, was man als Betroffener tun kann, um die Depression so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen.
Die Depression akzeptierenAm wichtigsten ist, dass man die Depression als Krankheit akzeptiert. Es bringt nichts, einen Kampf mit sich selbst zu führen und wütend auf sich zu sein, weil man nach eigener Meinung einfach nicht stark genug ist, die extremen Gefühle unter Kontrolle zu halten. Eine Depression ist weder eine Charakterschwäche, noch hat sie etwas mit Wehleidigkeit zu tun. Leider wissen nicht alle Menschen so gut über Depressionen Bescheid, dass sie diese als ernst zu nehmende Krankheit einstufen. Deshalb kann es auch nötig sein, Angehörige genauer über das Krankheitsbild und die Symptome aufzuklären, damit diese für einen da sein können.Die TherapieUm gegen eine Depression anzukommen, benötigt man tatkräftige Unterstützung. Dies sind zum Einen die Verwandten und einem nahe stehende Personen, aber auch ein Arzt beziehungsweise Therapeut. Der zweite Schritt, nachdem man erkannt und akzeptiert hat, dass man an einer Depression leidet, ist das Aufsuchen eines Arztes. Dieser kann direkt einen Termin bei einem Psychotherapeuten machen oder aber man hört sich erst einmal um und entscheidet dann selbst, bei welchem Psychotherapeuten man seine Therapie machen möchte. Wichtig ist, dass man sich gut mit seinem Therapeuten versteht und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird. Aber auch die Mitarbeit ist bei einer Depression Therapie äußerst wichtig, damit es zu einer dauerhaften Heilung kommen kann. Offenheit gegenüber dem Therapeuten sollte etwas selbstverständliches sein. Doch auch dann, wenn es während der Therapie zu einem Rückschlag kommt und einen die heftigen Gefühle übermannen, ist dies kein Grund, aufzugeben. Es ist sogar Sinn und Zweck bei einigen Therapieformen, dass die Gefühle nach außen getragen werden.Sofern man während der Therapie Depression Medikamente verschrieben bekommt, sollte man sich genauestens an die ärztliche Verordnung halten. Üblicherweise klärt einen der Therapeut auch darüber auf, dass es unter Umständen bis zu zwei Wochen dauern kann, bevor man eine Besserung der Symptome verspürt. Auch dann, wenn der gewünschte Effekt nicht gleich eintritt, sollten Sie Ihre Medikamente weiter einnehmen. Sollte es zu Nebenwirkungen kommen, sollten Sie dies unbedingt mit Ihrem Therapeuten besprechen. Struktur in den Tag bringenWas vielen depressiven Menschen fehlt, ist ein gut strukturierter Tag. Angehörige und Freunde beobachten oftmals, dass sich der Betroffene „gehen“ lässt und meist den ganzen Tag Zuhause verbringt. Sicherlich ist es schwer, jeden Tag neuen Mut zu finden, wenn man an einer Depression erkrankt ist, doch es kann einem helfen, wenn man wieder Struktur in den Tag bringt. Nehmen Sie sich jeden Tag ein oder zwei Dinge vor, wie beispielsweise „Heute mache ich den Abwasch“ oder „Heute Nachmittag werde ich eine alte Freundin anrufen“. Überfordern Sie sich dabei aber nicht! Die schriftliche Ausarbeitung eines Tagesplans kann ebenso helfen wie feste Aufstehzeiten. Besprechen Sie die Tagespläne und wie Sie damit zurechtkommen auch mit Ihrem Therapeuten.Sport und Bewegung an der frischen Luft können ein zusätzliches Mittel sein, mit dem man gegen eine Depression ankämpft. Gerade die frische Luft hilft einem dabei, abzuschalten und einen Moment lang zu vergessen, dass man an einer Depression erkrankt ist. Wichtig dabei ist aber, dass man sich immer nur so viel zumutet, wie man kann. Wenn Ihnen an einem Tag nicht nach einem Spaziergang im Wald ist, verschieben Sie dieses Vorhaben auf den nächsten Tag. Was kann ich falsch machen?Depressive Menschen können auch sehr viel falsch machen, so dass einige Vorgehensweisen die Depression sogar noch verstärken können. Zum Beispiel können Drogen und Alkohol dazu führen, dass man die Symptome stärker merkt. Außerdem können Sie die Wirkung der Medikamente beeinflussen. Darüber hinaus besteht noch die Gefahr, von Drogen und Alkohol abhängig zu werden.Als Mensch, der tieftraurig ist, im Leben keinen Sinn mehr sieht und keinerlei Freude mehr an Aktivitäten hat, ist es nicht leicht, seine sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten. Dennoch ist das Zurückziehen von Freunden und Angehörigen das Schlimmste, was man machen kann. Durch Gespräche kann man viel im Kampf gegen die Depression erreichen und der Gedanke daran, mit seinen Problemen nicht alleine dazustehen, hat schon so manchem neue Hoffnung gegeben. Eine soziale Isolation hingegen behindert die Therapie und damit auch die Genesung. Sich selbst kleine Erfolge eingestehenWie bereits erwähnt, ist das Leben für Menschen, die an einer Depression leiden, nicht so leicht zu meistern wie für gesunde Menschen. Und gerade deswegen ist es wichtig, dass man sich selbst kleine Erfolge eingestehen kann. Mehrere kleine Schritte führen einen raus aus der Depression. Wichtig ist auch, dass man mit seinem Therapeuten über diese Erfolge spricht, diesem aber auch Gefühle oder gar Ängste mitteilt, die man dabei hatte.Hilfe in der PartnerschaftWenn der Partner an einer Depression erkrankt, weiß der Lebensgefährte oftmals nicht, wie er damit umgehen soll. Eine Depression belastet eine Partnerschaft in jedem Fall – keine Frage. Doch es gibt auch viele Dinge, die einem dabei helfen können, während der Depression die Partnerschaft und das Gefühl, einen Menschen an seiner Seite zu haben, zu genießen.Bei jeder Depression gibt es gute und mal weniger gute Tage. Die guten Tage sollte man nutzen und seinem Partner zeigen, wie sehr man ihn liebt. Denn auch der Partner benötigt Zuwendung und Ermutigung, um diese schwere Zeit durchzustehen. Wichtig ist, dass Sie ihm sagen, wie wichtig und notwendig seine Unterstützung ist. Versuchen Sie, ihm zu zeigen, dass Sie ihn brauchen und dankbar dafür sind, dass er gemeinsam mit Ihnen den Kampf gegen die Depression aufnimmt. Reden Sie offen mit Ihrem Partner über Wünsche und Sehnsüchte. Zeigen Sie ihm, wann sie gerne schmusen möchten, aber keine Lust auf Sex haben. Sofern Sie dazu in der Lage sind, ihm unmissverständlich klar zu machen, was Sie wann brauchen, wird er Sie unterstützen können wo es nur geht. Auch während starker depressiver Phasen kann man seinem Partner zeigen, wie sehr man ihn liebt. Versuchen Sie, Dinge gemeinsam zu unternehmen. Ein Spaziergang an der frischen Luft oder der gemeinsame Abwasch überfordert Sie nicht und zeigt Ihrem Partner auch ganz ohne Worte, dass Sie gerne Zeit mit ihm verbringen. |
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