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Helfen Medikamente bei Depressionen? Manchmal ist eine medikamentöse Therapie bei Depressionen unerlässlich. Hauptsächlich werden unter den Medikamenten bei Depressionen Antidepressiva verabreicht. Im Gegenteil zu der landläufig verbreiteten Meinung, Antidepressiva machen abhängig, spricht aus medizinischer Sicht nichts für eine solche Abhängigkeit. Allerdings können Antidepressiva auch Nebenwirkungen hervorrufen, wie in etwa eine Gewichtszunahme.
Wer Antidepressiva als Medikamente gegen eine Depression verschrieben bekommt, kann nach etwa zehn bis vierzehn Tagen nach der ersten Einnahme mit der Wirkung der Medikamente rechnen. Als Betroffener sollte man darüber Bescheid wissen, nicht dass man die Medikation bereits nach einigen Tagen wieder absetzt. Angewendet werden sollte das Antidepressivum mindestens sechs bis neun Monate. Der behandelnde Arzt achtet in dieser Zeit jedoch auf die Dosierung und passt die Menge entsprechend der Wirkung individuell jedem Patienten an. Damit die verschriebenen Medikamente auch wirklich helfen können, muss sich der Patient auf die medikamentöse Therapie einlassen können. Außerdem ist es wichtig, dem Arzt Veränderungen mitzuteilen, welche man während der Medikamenteneinnahme bemerkt. Ziel eines jeden Medikaments bei Depressionen ist die vollständige Genesung des Patienten, welche über einen Zeitraum von mindestens 16 bis 20 Wochen anhält. Unterstützend zur medikamentösen Behandlung kann auch eine Gesprächstherapie sinnvoll sein. Ziemlich erschreckend ist, dass man selbst nach einer Therapie mit Medikamenten nicht sicher vor einer Depression ist. Bei 75 bis 80 Prozent aller Behandelten kommt es zu einem Rückfall, wodurch sich auch die Gefahr erhöht, dass die Depression chronisch wird. Nachdem die Aktuttherapie mit Medikamenten durchgeführt wurde, sollte man zudem noch eine Erhaltungstherapie machen, welche sechs bis zwölf Monate dauern sollte. Sinnvoll kann danach auch eine Langzeittherapie sein, welche sich über mehrere Jahre erstreckt. Moderne Antidepressiva, welche von vielen Ärzten bei Depressionen eingesetzt werden, sind Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer. Zu den eher älteren Antidepressiva zählen hingegen die Trizyklischen Antidepressiva sowie die Monoaminooxidase-Hemmer. Die Wirkung von Antidepressiva ist darauf zurückzuführen, dass die Botenstoffsysteme im Gehirn beeinflusst werden. Ein großer Vorteil der modernen Antidepressiva besteht darin, dass diese Medikamente besser verträglich sind. |
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